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Therapieformen der Physiotherapie > Physiotherapie nach der Geburt

Physiotherapie nach der Geburt



Wochenbettgymnastik und Rückbildungsgymnastik
Die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett erfordern von jeder Frau physische und psychische Höchstleistungen und hinterlassen mehr oder weniger "Spuren" an Körper und Seele.

Für Mutter und Kind ist das Wochenbett eine besonders wichtige Zeit zur Erholung nach der Geburt und zum weiteren gegenseitigen intensiven Kennenlernen.

Im frühen Wochenbett sollen Übungen die normale Wundheilung im Genitalbereich unterstützen und Ihnen helfen, Ihren Beckenboden bei Belastung gezielt anspannen zu können. Zusätzlich sollten Sie lernen, Alltagsaktivitäten ohne Belastung für den Beckenboden durchzuführen. Geeignete Übungen sollen Ihren Beckenboden kräftigen.

Ein dosiertes Bauchmuskeltraining kann direkt nach der Geburt begonnen werden, um die gedehnte Muskulatur wieder zu kräftigen. Normalerweise findet die Wochenbettgymnastik in der Gruppe statt. In den Geburtskliniken wird ein regelmäßiger Termin angeboten.

Sechs Wochen nach der Geburt können Sie einen Rückbildungskurs in einer Physiotherapiepraxis besuchen, um die Übungen weiter zu steigern. Zusätzlich wird in diesem Kurs die körperliche Belastungsfähigkeit des Körpers trainiert. Die Teilnahme an einem Kurs und das tägliche Eigentraining sind eine wichtige Möglichkeit, Inkontinenz zu verhindern, zu lindern oder zu beheben.

Wochenbettgymnastik und Rückbildungsgymnastik sind Leistungen der Krankenkassen.

Zusätzliche gezielte Physiotherapie nach der Geburt kann notwendig sein bei:

  • sehr gedehnter Bauchmuskulatur,
  • Schmerzen im Rücken,
  • Inkontinenz (Harnverlust, Stuhlverlust),
  • Organsenkung,
  • schweren Geburtsverletzungen.


Autor: ZVK, Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie und Proktologie (GGUP) im ZVK


Dieser redaktionelle Beitrag wurde zur Verfügung gestellt vom ZVK - Deutscher Verband für Physiotherapie - Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) e. V.