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Therapieformen der Physiotherapie > Physiotherapie in der Schwangerschaft

Physiotherapie in der Schwangerschaft



Der wachsende Bauch einer Schwangeren verändert die Haltung und kann zu Schmerzen im Verlauf der Wirbelsäule führen. Gezielte frühe Haltungskorrektur, angepasstes Training der belasteten Muskulatur, beweglichkeitsfördernde Übungen und Massagen können Schmerzen reduzieren.

Es ist sinnvoll, mit einem gezielten Beckenbodentraining in der Schwangerschaft zu beginnen. Sie können damit Inkontinenz in der Schwangerschaft und nach der Geburt verringern. Außerdem ist die Dauer der Geburt kürzer, wenn regelmäßig trainiert wird.

Ein Kurs 'Fitness in der Schwangerschaft' kann Ihnen helfen, mit Bewegung frühzeitig auf die Veränderungen in der Schwangerschaft zu reagieren. Ab der 12. Schwangerschaftswoche werden diese Kurse angeboten.

Geburtsvorbereitungskurse fangen nach der 20. Schwangerschaftswoche an. Sie können sich dort über die bevorstehende Geburt informieren. Sinnvolle Atemtechniken und Körperhaltungen, die Sie in den verschiedenen Geburtsphasen nutzen sollten, können Sie dort üben. Schwangerschaftsgymnastik und Stillberatung sind ein Bestandteil des Kurses. Ihren Partner können Sie gern mitbringen.

Beckenboden trainieren
Es gibt wissenschaftliche Nachweise, dass Beckenbodentraining Inkontinenz in der Schwangerschaft und nach der Geburt verringert (Sampselle et al.1998, Reilly 1999, Morkved et al. 2001). Physiotherapeuten sollten also zu korrekter Beckenbodenkontraktion (ohne Beteiligung der Synergisten!) anleiten.

Lumbaler Schmerz am Ende der Schwangerschaft
In den letzten Schwangerschaftsmonaten kann der mechanische Druck des sich senkenden Fötus auf spinale Strukturen und Nervenwurzeln in der Kreuzbeinhöhle radikuläre Symptome auslösen. Der dafür typische Schmerz tritt entweder in der Lumbalregion (mit oder ohne Ausstrahlung in ein oder beide Beine) oder in der Iliosakralregion (ausstrahlend in ein Bein) auf. Zusätzlich ist Schmerz an der Symphyse auslösbar. Als Risikofaktoren gelten Lumbalgien und Beckentraumen vor der Schwangerschaft, mehrere Geburten, Mehrlingsschwangerschaft, hohes Stressniveau und schwere körperliche Belastung.

Autor: ZVK, Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie und Proktologie (GGUP) im ZVK

Dieser redaktionelle Beitrag wurde zur Verfügung gestellt vom ZVK - Deutscher Verband für Physiotherapie - Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) e. V.

 

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