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26.07.10

Rückenschmerzen: Bewegung in den Alltag bringen


Verhalten im Arbeitsleben ändern


Volksleiden Rückenschmerzen: Rund 80 Prozent der Bundesbürger haben es im Lauf ihres Lebens im "Kreuz". "Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann in Deutschland leiden sogar unter chronischen Beschwerden", sagt Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin bei TÜV Rheinland. "Dabei spielen psychische Aspekte wie Stress, Angst, Zwangshaltungen und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. In den seltensten Fällen stecken tatsächlich krankhafte Veränderungen wie Bandscheibenvorfälle dahinter." Menschen, die überwiegend eine sitzende Tätigkeit ausüben, können durch gezielte Einstellungs- und Verhaltensänderungen im Berufsleben so genannte banale Rückenschmerzen vermeiden.

Als entscheidende Vorbeugung empfiehlt TÜV Rheinland-Expertin Dr. Roth, sich im Alltag mehr zu bewegen, um so die Muskeln zu trainieren. Wer häufig vorm Computer sitzt, sollte etwa den Drucker nicht neben dem PC aufstellen. Besser ist es, aufzustehen und die Dokumente zu holen. Gleiches gilt beim Telefonieren: Wenn möglich, nicht sitzen bleiben, sondern sich vom Stuhl erheben und im Raum umhergehen. Auch viele E-Mails an Kollegen im Nachbarzimmer sind häufig überflüssig - lieber hingehen und die Dinge im Gespräch klären. In mehrstöckigen Gebäuden ist es zudem sinnvoll, die Treppe statt den Aufzug zu benutzen.

Obwohl nach Erfahrung der TÜV Rheinland-Ärztin heute bereits viele Arbeitsplätze nach ergonomischen Gesichtpunkten gestaltet sind, kann der Einzelne durch einfache Maßnahmen Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich und Schmerzen in der unteren Wirbelsäule vermeiden. So ist beim Stuhl auf eine individuell einstellbare Rückenlehne und eine leicht nach vorn abfallende Sitzfläche zu achten. Dabei sollte die Lehne nicht fixiert werden, sondern jede Bewegung mitmachen. Dynamisches Sitzen - also häufige Positionswechsel, sich räkeln und strecken - verhindert die einseitige Belastung der Muskulatur.

 

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Quelle: Presseportal, 23.07.2010