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Sport hält jung

Die besten Übungen für zu Hause

Nicht nur Ausdauertraining wie regelmäßiges Nordic Walking oder Fahrrad fahren, sondern auch Koordinations- und Gleichgewichtstraining hat positive Effekte für die Gehirngesundheit. Die DAK stellt die besten Übungen für zu Hause vor.

Balancieren im Alltag

Gerade im täglichen Leben bieten sich immer wieder Situationen, die zu einem möglichst langen oder auch schnellen Balancieren herausfordern. Dies können Fugen von Fliesen oder Pflastersteinen sein, aber auch Absätze und Sockel zwischen Türen, andere leichte Erhöhungen, Treppensteigen ohne Geländer oder Schuhe anziehen im Stehen.

Blätterfangen

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier oder ein Blatt eines Baumes. Dieses werfen Sie in die Luft und versuchen, es wieder zu fangen.

Einbein-, Fersen- und Zehenspitzenstand im Alltag

Nutzen Sie die zahlreichen Situationen Ihres Alltags dazu, sich auf ein Bein oder Zehenspitzen und Fersen zu stellen.

Balancieren auf wackligem Untergrund


Wenn Sie besonders gut ausgestattet sind, so sind Sie möglicherweise in Besitz eines Turn- oder eines Balancekreisels. Jede freie Minute, die Sie darauf verbringen, ist Koordinationstraining pur! Alternativ: Eine ausgemusterte Matratze oder eine alte Luftmatratze bieten auch schon einen guten Einstieg. Schaffen Sie sich einen "unsicheren" Untergrund, der idealerweise schon das einfache Stehen auf zwei Beinen zur Herausforderung macht, am besten an einer Wand oder vor Ihrem Waschbecken, sodass Sie sich bei Bedarf jederzeit abstützen können.

Gegenstände balancieren

Viele Gegenstände in unserer Umgebung lassen sich sehr gut dazu nutzen, sie auf den Fingerspitzen, der Handfläche oder dem Handrücken zu balancieren. Als Beispiele bieten sich Kochlöffel, unterschiedlich volle Getränkeflaschen, Lineale und vieles mehr an.
Versuchen Sie, den Gegenstand auszubalancieren.

Prellen – Werfen – Führen


Sofern Ihnen ausreichend Platz zur Verfügung steht brauchen Sie nur noch ein oder zwei Gegenstände und Sie können sich von Ihrer Fantasie anregen lassen. Sie können unterschiedlichste Materialien und Gegenstände in allen Größen, Formen und Beschaffenheiten zum Werfen, Prellen und Fangen nutzen (zum Beispiel Bälle, Säckchen, Tücher, Frisbees, Papierkugeln, Flummis, Luftballons, Joghurtbecher). Werfen Sie zwei Gegenstände synchron hoch (Luftballon und Tennisball) und fangen sie wieder auf oder prellen Sie einen Ball auf den Boden und versuchen Sie, den anderen schnell um die Hüfte zu führen, bevor Sie den ersten Ball wieder auffangen. Sie können den Ball, statt zu prellen, auch in die Luft werfen.

Sportverletzungen auf Platz zwei der Unfälle

Besonders im Winter gut aufwärmen

Die Kälte hat Deutschland fest im Griff - da ist es besonders wichtig, sich beim Sport richtig aufzuwärmen. Denn Sportverletzungen liegen auf Platz zwei aller Unfälle, nur im Haushalt passiert noch mehr. Der Grund für die Vorfälle in Turnhalle und Co.: "Gerade Hobbysportler wärmen sich nicht richtig auf und verlangen sich dann zu viel ab", erklärt Sportwissenschaftlerin Uta Dreykluft von der Techniker Krankenkasse (TK).

Damit der Sport mit Spaß und ohne Schmerzen abläuft, empfiehlt die TK-Expertin ein angemessenes Training: "Zu jeder Sporteinheit gehört das Aufwärmen und danach auch das so genannte Cool-Down dazu, bei dem man sich wieder abwärmt." Zunächst bringt man den Kreislauf in Schwung, bis der Körper auf "Betriebstemperatur" läuft. Dann sollte der Sportler seine warmen Muskeln vorsichtig dehnen. Das ist auch nach dem Sport noch einmal wichtig: "So kann sich der Körper schneller wieder erholen und es kommt weniger oft zu einem Muskelkater", erklärt die TK-Sportwissenschaftlerin.

Wer sich gerade im Winter nicht richtig aufwärmt, gefährdet seine Muskeln: Sie sind nicht geschmeidig und können schneller reißen. Ein erster Warnhinweis ist ein Muskelkater am nächsten Tag. "Wird der Muskel akut oder chronisch überfordert, kann es aber auch zum Muskelfaserriss kommen", sagt die TK-Expertin. Verletzungen vermeiden Sportler auch durch ein ausgewogenes Training: "Man sollte die Muskelgruppen gleichmäßig fordern. Konkret heißt das, dass beispielsweise nicht nur eine straffe Bauchmuskulatur, sondern auch ein starker Rücken den Oberkörper entlasten", so Dreykluft.

Sollte es gerade bei Kontaktsportarten wie Fuß- oder Handball trotz aller Vorsicht einmal zu einem Unfall kommen, hilft die PECH-Regel:
1. Pause: Die verletzte Stelle nicht mehr bewegen, so verringern sich innere Blutungen oder Schwellungen.
2. Eis: Durch Eisspray, eine Eispackung oder kaltes Wasser ziehen sich die Blutgefäße zusammen. So kann kein weiteres Blut austreten und der betroffene Körperteil schwillt nicht weiter an.
3. Compression: Gemeinsam mit einer Kühlung hilft ein Verband, das Gewebe zusammenzudrücken.
4. Hochlegen: Wenn die verletzten Körperregionen höher liegen, fließt das Blut zurück zum Herzen und die Blutung wird schwächer.

Übrigens: Fünf Prozent der Menschen in Deutschland verzichten aus Angst vor Verletzungen ganz auf Sport. Das zeigte eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK. "Wer sich jedoch gar nicht bewegt, riskiert seine Gesundheit viel stärker als jemand, der im richtigen Maße und gut vorbereitet Sport treibt", so Dreykluft.

Vier von fünf Rückenoperationen sind unnötig

Zweite Meinung besser als voreilige OP

Laut Techniker Krankenkasse haben Studien ergeben, dass sich in vier von fünf Fällen eine Operation durch konservative Methoden wie Physiotherapie verhindern lässt.

In einer Pressemeldung berichtet die Techniker Krankenkasse (TK), dass etwa 230.000 Patienten in Deutschland jährlich wegen Rückenbeschwerden operiert werden. Der Erfolg bleibt jedoch bei vielen aus. Aus diesem Grund hat die Techniker Krankenkasse zusammen mit der Managementgesellschaft Integrative Managed Care(IMC) und der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) ein neues Angebot initiiert. Die Patienten können sich bei einem Experten-Team eine zweite Meinung einholen.

Mit der Krankenhausverordnung ihres behandelnden Arztes können sich Versicherte dieser Krankenkasse telefonisch unter der gebührenfreien Nummer 0800 285 0085 oder in einer TK-Kundenberatung melden. Hier erfahren die Betroffenen, welches der bundesweit 30 teilnehmenden Schmerzzentren in der Nähe liegt. Einen Termin gäbe es innerhalb von zwei Tagen. Im Schmerzzentrum untersuchen ein Schmerztherapeut, ein Physiotherapeut und ein Psychotherapeut gemeinsam den Patienten und erarbeiten gegebenenfalls einen alternativen Therapievorschlag.

PS: Auch wer nicht TK-versichert und vor einem schweren Eingriff unsicher ist, hat das Recht auf freie Arztwahl und kann jederzeit einen zweiten Mediziner aufsuchen.



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